Häufige Fragen zu Recyclinghöfen und Wertstoffhöfen

22 Antworten zu Öffnungszeiten, angenommenen Abfällen, Gebühren und den Begriffen, die dabei durcheinandergehen.

Vor der Fahrt

Was man wissen sollte, bevor man losfährt.

Wann haben Recyclinghöfe geöffnet?

Das ist von Hof zu Hof verschieden. Üblich sind Werktage von etwa 8 bis 17 Uhr und ein verkürzter Samstag; viele Höfe machen über Mittag zu, und an Tagen vor Feiertagen wird oft früher geschlossen. Verlässlich ist nur die Angabe des einzelnen Hofes — sie steht auf jeder Hofseite dieses Verzeichnisses, sofern sie uns vorliegt. Liegt sie nicht vor, sagen wir das ausdrücklich, statt eine plausible Zeit zu erfinden.

Muss ich einen Ausweis oder eine Abfallkarte mitbringen?

Bei kommunalen Höfen meistens ja. Viele Entsorgungsträger nehmen nur Abfall aus dem eigenen Kreisgebiet an und prüfen das über den Personalausweis, eine Abfallgebührenmarke oder eine Kundenkarte. Wer aus dem Nachbarkreis kommt, wird unter Umständen abgewiesen oder zahlt einen höheren Satz. Ein Anruf vorher spart die vergebliche Fahrt — die Telefonnummer steht, soweit erfasst, auf der Hofseite.

Darf ich mit einem Anhänger oder Transporter kommen?

Mit einem Pkw-Anhänger fast immer. Bei Transportern und Lkw wird es schwieriger: manche Höfe lassen gewerbliche Fahrzeuge gar nicht auf das Gelände, andere rechnen dann nach dem Gewerbetarif ab, auch wenn der Abfall aus einem Haushalt stammt. Wer ein größeres Fahrzeug mietet, sollte das vorher klären.

Kann ich als Gewerbe dort abgeben?

Oft nicht zu denselben Bedingungen. Kommunale Höfe sind für private Haushalte da und finanzieren sich aus der Abfallgebühr. Gewerbliche Anlieferungen laufen entweder über einen eigenen Tarif oder über private Entsorger. Wer regelmäßig gewerblich entsorgt, braucht in der Regel Nachweise über den Verbleib.

Was angenommen wird

Welche Abfälle auf den Hof dürfen — und welche nicht.

Was kann ich auf einem Recyclinghof abgeben?

Üblich sind Altpapier, Altglas, Metall und Schrott, Elektroaltgeräte, Grünschnitt, Holz, Sperrmüll und Schadstoffe in kleinen Mengen. Was ein bestimmter Hof annimmt, legt der Betreiber fest und ist auf der jeweiligen Hofseite vermerkt, soweit die Angabe erfasst ist.

Was wird nicht angenommen?

Regelmäßig abgelehnt werden asbesthaltige Baustoffe (Eternit, Nachtspeicheröfen), größere Mengen Altreifen, Munition und Feuerwerkskörper, Fässer mit unbekanntem Inhalt sowie medizinische Abfälle. Asbest ist der häufigste Fall: dafür braucht es eine gesonderte Annahmestelle, staubdichte Verpackung und meist eine Voranmeldung.

Was heißt „haushaltsübliche Menge"?

Der Begriff steht in fast jeder Abfallgebührensatzung, ist aber nirgends bundesweit definiert. Gemeint ist, was in einem normalen Haushalt anfällt — nicht der Inhalt einer Baustelle. In der Praxis ziehen viele Träger die Grenze bei einem Kubikmeter oder einer Pkw-Anhängerladung je Anlieferung. Darüber hinaus wird entweder abgerechnet oder abgelehnt.

Gibt es Mengenbegrenzungen pro Jahr?

Bei kostenlosen Abgaben häufig ja. Verbreitet sind Kontingente wie eine bestimmte Zahl kostenloser Anlieferungen im Jahr oder ein Freivolumen, das über die Abfallgebühr abgedeckt ist. Was darüber liegt, kostet. Die genaue Regel steht in der Gebührensatzung des jeweiligen Trägers.

Kosten und Gebühren

Was die Abgabe kostet — und warum das so schwer herauszufinden ist.

Ist die Abgabe kostenlos?

Teilweise. Altpapier, Altglas, Metall und Elektroaltgeräte sind fast überall kostenlos, weil ihre Entsorgung über die Abfallgebühr oder über die Rücknahmepflicht der Hersteller finanziert ist. Bauschutt, Altholz, Altreifen, Gips und größere Mengen Sperrmüll kosten dagegen fast überall extra.

Warum stehen die Preise nicht auf der Seite meines Wertstoffhofs?

Weil viele Träger sie nicht veröffentlichen. Von den zuerst geprüften sechzehn nannten fünf ihre Hofpreise gar nicht oder nur mit dem Hinweis „telefonisch erfragen". Wer hinfährt, erfährt den Preis dann an der Waage — mit beladenem Anhänger und ohne Vergleichsmöglichkeit. Wir zeigen Preise nur dort, wo sie belegt sind, jeweils mit Quelle, Stand und Abrufdatum.

Wo finde ich die verbindlichen Preise meiner Kommune?

In der Abfallgebührensatzung. Jeder öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger muss sie veröffentlichen, und sie enthält die Anlieferungsgebühren zwingend — auch dann, wenn die Bürgerseite dazu schweigt. Die Suche nach „<Stadt> Abfallgebührensatzung PDF" führt fast immer zum Ziel. Verbindlich ist immer die Satzung, nicht unsere Wiedergabe.

Warum sind die Unterschiede zwischen Städten so groß?

Weil jeder Träger seine Gebühren selbst kalkuliert und dabei sehr verschiedene Bezugsgrößen verwendet — je Eimer, je zehn Liter, je angefangene hundert Kilogramm oder je Tonne. Rechnet man das auf einen Kubikmeter Bauschutt um, wie er bei einer Badrenovierung anfällt, liegen zwischen den teuersten und den günstigsten Kommunen mehrere hundert Euro. Die belegten Beispiele stehen auf den jeweiligen Ortsseiten.

Wertstoffhof, Recyclinghof, Deponie

Die Begriffe werden durcheinandergeworfen — hier der Unterschied.

Wertstoffhof oder Recyclinghof — was ist der Unterschied?

In der Sache keiner. Beide Wörter meinen dieselbe Einrichtung: eine Annahmestelle, zu der Privatleute ihre getrennten Abfälle selbst bringen. Welches Wort benutzt wird, ist regional verschieden. Im Süden ist „Wertstoffhof" üblich, im Westen und Norden eher „Recyclinghof". Daneben gibt es regionale Bezeichnungen wie Häckselplatz, Wertstoffinsel, Bringhof oder Werthof.

Und was ist eine Deponie?

Etwas anderes. Auf einer Deponie wird Abfall dauerhaft abgelagert, nicht sortiert und weitergegeben. Angeliefert wird dort meist per Lkw und nach Gewicht abgerechnet; Privatanlieferungen sind entweder gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Wer eine Anhängerladung Bauschutt loswerden will, ist in der Regel beim Wertstoffhof richtig, nicht auf der Deponie.

Was ist ein Schadstoffmobil?

Ein Fahrzeug, das an festen Terminen Haltestellen im Kreisgebiet anfährt und dort Farben, Lacke, Lösungsmittel, Batterien und ähnliche Kleinmengen annimmt — meist kostenlos, aber nur an diesem einen Tag und nur in haushaltsüblicher Menge. Die Termine veröffentlicht der Entsorgungsträger im Abfallkalender.

Wenn es mehr als eine Ladung ist

Ab wann sich die eigene Fahrt nicht mehr rechnet.

Ab wann lohnt sich die eigene Fahrt nicht mehr?

Sobald es mehr als eine Ladung wird. Zur Gebühr am Hof kommen Anhängermiete, Sprit, Ladezeit und Wartezeit an der Waage — und das mehrfach. Bei einer Kellerentrümpelung oder einer Wohnungsauflösung sind schnell fünf bis zehn Fahrten fällig, oft verteilt über mehrere Öffnungstage, weil viele Höfe die Menge je Anlieferung begrenzen.

Was kostet eine Abholung stattdessen?

Das hängt von Menge, Stockwerk und Ort ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Verlässlich ist nur ein Festpreis-Angebot, das vor der Buchung feststeht. Über den Rechner unseres Partners AWL Zentrum bekommen Sie Angebote geprüfter Betriebe — kostenlos und unverbindlich. Wir nennen hier bewusst keine Hausnummer, weil jede Schätzung ohne Besichtigung geraten wäre.

Nimmt der Wertstoffhof auch eine komplette Wohnungsauflösung an?

In der Regel nicht am Stück. Kommunale Höfe sind auf haushaltsübliche Mengen ausgelegt und weisen größere Anlieferungen ab oder rechnen sie zum Gewerbetarif ab. Für eine komplette Räumung ist eine Abholung meist der einfachere und oft auch der günstigere Weg, wenn man Fahrten und Zeit mitrechnet.

Über dieses Verzeichnis

Woher die Angaben stammen und wie verlässlich sie sind.

Woher stammen die Daten?

Aus öffentlich zugänglichen Quellen: Angaben der Entsorgungsträger, Kartendaten von OpenStreetMap und veröffentlichte Gebührensatzungen. Bei Höfen, deren Standort aus OpenStreetMap stammt, steht die Quelle auf der Seite — die Lizenz verlangt das.

Wie aktuell sind die Öffnungszeiten?

Der Stand ist auf jeder Hofseite genannt. Öffnungszeiten ändern sich, besonders zu Feiertagen und in den Sommermonaten. Verbindlich ist immer die Auskunft des Betreibers; ein Anruf vor der Fahrt ist bei weiter Anfahrt die sicherere Variante.

Warum fehlen bei manchen Höfen Angaben?

Weil sie uns nicht vorliegen. Wir schreiben in diesem Fall ausdrücklich „keine Angabe", statt eine plausible Zeit oder eine übliche Abfallart zu ergänzen. Eine geratene Angabe wäre schlimmer als eine fehlende — sie würde zu einer vergeblichen Fahrt führen.

Ein Eintrag ist falsch oder ein Hof fehlt. Was tun?

Über das Kontaktformular melden. Wir korrigieren Angaben, sobald sie sich nachprüfen lassen — die Quelle dafür ist in der Regel die Seite des Entsorgungsträgers selbst.

Nichts Passendes gefunden?

Die Öffnungszeiten, Adressen und — wo sie belegt sind — die Gebühren des einzelnen Hofes stehen im Verzeichnis. Fragen zu einem bestimmten Hof beantwortet der Betreiber selbst am verlässlichsten; die Telefonnummer steht, soweit erfasst, auf der Hofseite. Für alles andere gibt es das Kontaktformular.

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Wenn der Wertstoffhof nicht reicht: Entrümpelung, Haushaltsauflösung und Sperrmüll — vermittelt an geprüfte Betriebe, deutschlandweit, zum Festpreis.

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